Magisches Regency
Das Familienbuch
Für Kindle und ePub / Tolino | Taschenbuch: ISBN 978-3-695-61976-4 Autorenwelt-Shop
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Die Eltern
Die Mutter Josefine Darlington ist in Mangalore im Fürstentum Mysore (heute Mangaluru, eine Hafenstadt Südwest-Indien) mit dem Sohn eines Raja durchgebrannt. Ein unerhörtes Benehmen für die älteste Tochter des Marquess of Hallifax. Das Ehepaar hat einen Sohn und fünf Töchter. Während eines Aufstands werden beide ermordet, der Sohn ist verschollen.
William Darlington, Marquess of Hallifax und seine Frau versterben kurz nach der Rückkehr aus Indien. Mutmaßlich an Malaria. Josefines Schwester Amanda heiratet Lord Abbotsleigh, der Titel geht an einen entfernten Verwandten. Als nächste lebende Verwandte trägt sie nun die Verantwortung für ihre Nichten.
Tamira (Isvari Bernadette)
21, ist die älteste der fünf Schwestern. Sie ist mutig, klug und schlagfertig. Handarbeiten oder elegant Tee eingießen liegen ihr nicht, dafür aber heiße Schokolade trinken, ohne zu kleckern. Seitdem der Bruder vermisst wird, fühlt sie sich für die verbliebene Familie verantwortlich und findet es ärgerlich, dass sie als Frau so wenig Möglichkeiten hat.
Ihre Patin Bernadette Fourwinds, die Countess of Cairnforth stammt von den Westindies, die Großeltern waren noch Sklaven, sie hat dort ein Vermögen gemacht, ist äußerst einflussreich und war Kammerzofe der Königin. Die Countess weil zufällig in Indien, um ihre Freundin Josefine zu besuchen, als die Aufstände losbrechen. Sie bringt die Schwestern und ihre Zofe nach London.
Caroline (Nimi)
17, ist, wie alle Schwestern, durchaus abenteuerlustig veranlagt, aber weil Tamira schon so wild ist, versucht sie die gute Schwester zu sein. Ihre weiblichen Tugenden und Talente machen Caroline zur Idealbesetzung für die Rolle einer zukünftigen Duchess. Auch ohne große Mitgift gilt sie als exzellente Partie.
Georgiana (Dharna)
16, liebt die Mathematik, strategisch denkend unterstützt sie Tamira bei ihren abenteuerlichen Unternehmungen. Ihre engste Vertraute ist ihre Zwillingsschwester Henrietta. Georgiana liest, flucht, reitet und kann fechten.
Henrietta (Neha Chandra)
16, ist eine talentierte Malerin, und übt sich mangels eigenem Atelier im Zeichnen bissiger Karrikaturen. Sie ist verträumt, aber mit einem Blick für Details. Wie alle Darlington-Schwestern ist sie eine begeisterte Bogenschützin.
Anila (Anna Amalia)
15, ist die jüngste Schwester, spricht kaum und widmet sich leidenschaftlich der Botanik.
Nihal (Morgan) Alexander
25, gilt als vermisst. Es ist nicht klar, ob er (wie seine Eltern) während der Unruhen in Indien umgekommen ist.
The Duke of Asherton
Julian Carl Wilhelm Weston (31), ist der neue Duke of Asherton. Den Titel hat er vollkommen unerwartet von seinem Onkel geerbt. Julian ist gebildet, ein guter Geschäftsmann mit eigenem Vermögen, hat die Welt bereist und züchtet Pferde. Die Londoner Gesellschaft ist sehr gespannt auf ihn, nicht wenige halten ihn für furchteinflößend und arrogant, andere preisen seinen guten Geschmack Garderobe und Frauen betreffend.
Seine besten Freunde aus Schulzeiten sind Samuel Hayes 2. Sohn des Earl of Brentford und Richard Dunbridge, Viscount Briseham.
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Glossar
Regency – Die Welt der Darlingtons
In diesem Glossar findest du eine kleine Auswahl an Begriffen, die dir vielleicht schon aus anderen Regency-Romanen vertraut sind. Ich habe sie jeweils knapp erklärt – was mir nicht immer leichtgefallen ist, denn bei Kostümgeschichte gerate ich schnell ins Schwärmen …
Wenn ebenso viel Spaß an dieser faszinierenden Epoche hast, möchte ich dir meinen Zeitreiseroman »Ophelia’s Dream« empfehlen:
Eine abenteuerlustige Studentin verkauft verbotene Zeitreisen – bis ein missglückter Zauber einen geheimnisvollen Gentleman aus einem Gemälde befreit. Tristan trägt den Schlüssel zu einem uralten Geheimnis. Doch um die Vergangenheit zu retten, müssen sie alles riskieren – selbst ihr Herz.
Das Taschenbuch gibt es bei der Autorenwelt, bei Thalia.de und überall im Buchhandel: ISBN 978-3-7579-6550-1 E-Book: Kindle | Buchhandlung.de/Tolino
| Aachener Stahlfedern | Schreibfeder aus Metall, langlebig, kleckst weniger; 1748 stellte Johannes Janssen (Assistent des Bürgermeisters von Aachen) Stahlfedern in geringem Umfang in Handarbeit her. Im 19. Jh. wurden sie in Großbritannien weiterentwickelt und industriell hergestellt |
| Abigail | Bezeichnung für eine Kammerzofe |
| Ackermann’s Repository | Zeitschrift |
| Agricultural Review | Landwirtschaftszeitung für den Adel (Name erfunden) |
| Almack’s Assembly Rooms | Die Almack’s Assembly Rooms in der King Street im Herzen von St. James’s waren während der Regentschaft (Regency) ein exklusiver Club. Die dort veranstalteten Bälle unter der Obhut einflussreicher Patronesses waren als „Heiratsmarkt“ für Debütantinnen bekannt. |
| Anglesea | Segelschiff, an dem Asherton Anteile besitzt |
| Ayah | Bezeichnung von aus Indien stammenden Kindermädchen, die gern von vornehmen englischen Familien beschäftigt wurden |
| Banyan | Bequem geschnittener Hausmantel mit weiten Ärmeln, häufig aufwändig bestickt und aus kostbaren Stoffen wie Samt oder Seide gefertigt. Dazu setzte ein Gentleman im 18. Jh. eine weiche Kappe auf, weil man en famille ungern einer der lästigen Perrücken trug |
| Banyan | Auch als Hausmantel, Morgenmantel oder robe de chambre bezeichnet, war der Banyan ein weites, T-förmig oder kimono-artig geschnittener Mantel aus Baumwolle, Leinen oder Seide. Er wurde im Haus als eine Art informeller Mantel über Hemd und Breeches getragen. Anstelle der formellen Perücke trug man zum Banyan eine weiche, turbanartige Mütze. Quelle: wikipedia.de |
| Barrister | Anwalt in Großbritannien |
| Barouche | Pferdekutsche. Ähnlich der Kalesche, luxuriöser ausgestattet |
| Blackheath Amazons | Gruppe von Bogenschützinnen (The British Amazons), die sich in Blackheath / Lewisham treffen, das regelmäßige Training und gemeinsam Festivitäten waren offenbar eine ideale Kontaktbörse für junge Leute |
| Blankscheit | Das Blankscheit ist ursprünglich ein rundgeschliffenes, längliches Holz-/Hornbrettchen, das vorn in eine Schnürbrust (Mieder, Korsett) eingeschoben wurde, um sie zu stabilisieren und einen flachen Bauch zu erzielen. |
| Bläuling | Schmetterlingsart, Maculinea arion, Quendel-Ameisenbläuling |
| British East India Company | Britische Ostindien-Kompanie, mächtige Handelsgesellschaft |
| Broth | Scotch Broth, gehaltvolle Graupensuppe mit (Lamm-)Fleisch, Bohnen und Gemüseeinlage |
| Burney, Frances | Frances Burney, 1752-1840, auch bekannt als Fanny Burney und später Madame d’Arblay, war eine englische satirische Schriftstellerin und Dramatikerin. Sie war 4 Jahre lang »Keeper of the Robes« von Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, der Königin von Georg III. |
| Caroline von Braunschweig | Caroline Amalie Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1768-1821, gehörte zur Dynastie der Welfen, durch die (äußerst unglückliche) Ehe mit ihrem Cousin Georg IV. als Queen Caroline Königin von Großbritannien, Irland und Hannover |
| Cavendish | Familienname des Dukes/der Duchess of Devonshire |
| Chapati | Ungesäuertes indisches Fladenbrot, traditionell aus Weizenvollkornmehl gebacken |
| Cheesecake House | Das Cheesecake House, das seit dem siebzehnten Jahrhundert oder früher im Hyde Park stand. Parkbesucher:innen konnten dort Erfrischungen wie Milch, Käsekuchen usw kaufen. Das Cheesecake House wurde bis 1801 als Bootshaus genutzt und im neunzehnten Jahrhundert abgerissen. |
| Chemise | Hemd, wird unter dem Korsett und Unterrock getragen, einzige Unterwäsche; kann als Hemd, Unterhemd, Unterhose und Nachthemd dienen |
| Choli | Bauchfreies, eng anliegendes Oberteil (Herkunft: Indien und Nachbarländer) |
| Closet | Schrank, Kammer oder Nische im Zimmer, in der die tägliche Hygiene (häufig inkl. Toilettengang) stattfand |
| Corinthians | Sportliche adelige Gentlemen, die großen Wert auf ihr Erscheinungsbild legten |
| Corsetière | Korsettmacherin, frz., hochqualifizierte Schneider:innen mit anatomischen Kenntnissen; im Regency wurden von den Damen weniger Korsetts als (die leichteren und manchmal kurzen) Mieder getragen, deren Funktion heutigen BHs oder Shapewear entspricht; die Geschäfte florierten wieder, als die Taillienlinie sank und eine Taille etwa ab den 1830ern mehr und mehr zerbrechlich wirken sollte. |
| Crossing Sweeper | Häufig jugendliche (Kinder!) freiberufliche Straßenkehrer:innen, die gegen Almosen Gehwege und stark frequnetierte Kreuzungen in London des 18./19. Jh. von Pferdemist und Unrat befreiten. |
| Curricle | Elegantes, unfallträchtiges Kutschenmodell. Curricles sind zweirädrig und werden zweispännig gefahren. Folgemodelle: Cabriolet oder Phaeton |
| David Wilkie | brit. Künstler, Wilkie wurde 1811 als Mitglied in die Royal Academy aufgenommen. König Georg IV. ernannte ihn 1823 zu seinem Hofmaler. |
| Demimonde | Demi Monde, Halbwelt; Gesellschaft von nur scheinbarer Vornehmheit und zumeist zweifelhaftem Ruf |
| Dowager | Witwe des vorherigen Titelträgers, wenn der neue verheiratet ist (prüfen) |
| Drawing Room | Empfangs- und Gesellschaftszimmer |
| Epsom-Derby | Pferderennen in Epsom, südlich von London |
| Fop | Synonym für Dandy, nur deutlich bunter |
| Four-Horse-Club | Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es ein exklusiver Klub (30-40 Mitglieder) von Gentlemen, die ihre Vierspänner hervorragend zu fahren wussten. Der Four-Horse-Club wurde auch als Four-in-Hand-Club, Whip-Club oder Barouche-Club bezeichnet. |
| frac à l’anglaise / frac à la française | Frack, Rock, Herrenjacke, vorn offen, mit langen Schößen. Obligatorisches Kleidungsstück, unter dem Hemd und Weste getragen wurde. Wikipedia: »Der frac à la française hatte weiterhin bogig nach hinten geschnittene, etwa knielange Schöße, der frac à l’anglaise hatte zunehmend in der Taille eckig abgeschnittene, hinten etwas übers Knie reichende Schöße.« |
| Galanteriewaren | Modische Accessoires wie Puderdosen, besondere Knöpfe, Modeschmuck, Schnallen, Tücher, Bänder, Posamenten, Fächer usw. |
| Gemme | Ein geschnittenen Schmuckstein bzw. Edelstein, zumeist in Silber oder Gold gefasst. |
| Gentleman’s Gentleman | Kammerdiener |
| George IV. | Georg August Friedrich (englisch George Augustus Frederick), 1862-1830, verh. mit Caroline von Braunschweig; AlsPrinzregent Namensgeber der Regency-Periode |
| Glorious Revolution | Die Glorreiche Revolution 1688/89 beendete die Herrschaft des königlichen Absolutismus und schafft mit dem Bill of Rights eine Voraussetzung für die Einführung eines parlamentarischen Regierungssystems. Seither konnten König:innen nur noch in Abhängigkeit vom Parlament regieren.
Die »Zweite Glorreiche Revolution« steht noch aus. In meinem Roman hat sie bereits stattgefunden und führte sie im 18. Jh. dazu, dass Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens ungeachtet ihrer Hautfarbe als gleichberechtigt betrachtet wurden. Zumindest in der Theorie. Vorurteile sterben langsam. |
| Gunter’s Tea Shop | Tee-Salon (Eisdiele) am Berkeley Square 7-8, ab Ende des 18. Jh. einer der angesagtesten Treffpunkte in Mayfair, Konditorei seit 1757 gegr. als Pot and Pine Apple von Domenico Negri: engl., franz. und ital. Süßwaren, James Gunter (Unternehmer, Gärtner und Bauträger) wurde Teilhaber und übernahm Gunter’s Tea Shop1799 |
| Harding | Harding Howell & Co. in London, Pall Mall. Moden, Stoffe. Großes Geschäft (50 Fuß lang) war durch Glaswände in vier Abteilungen unterteilt: Pelze / Fächer, Kurzwaren, Schmuck, Ornamente und Parfums sowie Hutmacherei. |
| Holborn | Stadtteil von London |
| Investitur | Amtseinführung, hier: Aufnahme ins Oberhaus |
| Isabelle de Charrière | Schriftstellerin |
| Jonathan Meyer | Herrenschneider aus Österreich, ließ sich Ende des 18. Jh. In der Conduit Street nieder.Er fertigte für Brummell und den Prinzregenten. Es wird vermutet, dass Meyer und Brummell die moderne Hose entwarfen, die bald zur Standardkleidung eines Gentlemen wurde. |
| Kulfi | Indische Eis-Creme aus Pistazien, Kardamon und Safran, feste, cremige Konsistenz, bekannt etwa seit dem 15. Jh. |
| La Belle Assemblée | Zeitschrift |
| La migraine | Migräne |
| Lackington’s | »Der Musentempel«, Finsbury Square in London. Größtes Buchgeschäft, auch Verlag, Druckerei und Leihbibliothek mit geschätzt einer Millionen Bücher |
| Lambeth Palace | Stammsitz der Erzbischöfe von Canterbury in London |
| Le Beau Monde | eine von vielen Magazinen für Ladys, in denen es um Gesellschaftsnachrichten und Moden (Kleider, Einrichtung usw.) ging |
| Leibstuhl | Toilettenstuhl |
| libertär | Der Libertarismus ist eine politische Philosophie und Bewegung, die in der individuellen Freiheit den Ideen des Philosophen John Locke folgt |
| Ma Petite | Französisch, Kosename »Meine Kleine« |
| Mangalsutram | Brautkette, Indien; wird der Braut am Tag ihrer Hochzeit vom Ehemann symbolisch, später als Schmuckstück. Eine verheiratete Frau trägt sie so lange, wie die Ehe währt |
| Mary Jane | Frachtsegler, gesunken – beispielhaft für viele Schiffsunglücke |
| Meeke, Elizabeth | Elizabeth Meeke, 1761-1826, war eine produktive englische Schriftstellerin, Übersetzerin und Kinderbuchautorin und die Stiefschwester von Frances Burney. Sie veröffentlichte etwa 30 Romane |
| Mews | Wirtschaftsgasse, schmale Straße, die zu den Hinterhöfen/Ställen der Häuser in vornehmen Stadtteilen wie Mayfair führen |
| Molly House | Pub oder Club, in dem die Underground LGBTQ-Community verkehrte. Homosexualität konnte mit dem Tod bestraft werden. Es existieren aus nachvollziebaren Gründen wenig Dokumente, aber Historiker:innen gehen davon aus, dass es im London des 18. und frühen 19. Jahrhunderts eine äußerst aktive Szene gab. Im 18. Jh. herrschte eine gewisse Toleranz in der Gesellschaft, die während des Regency der bigotten Prüderie des viktorianischen Zeitalters weichen musste. Ähnliche Tendenzen, auch den Frauenrechten gegenüber, sehen wir heute in den USA |
| Mysore | Mysore, war ein seit Beginn des 17. Jahrhunderts selbständiger indischer Fürstenstaat; mit Unterbrechung (1761-99 gab es muslimische Herrscher, die sich den Briten in vier Mysore-Kriegen widersetzten) unter der Herrschaft der hinduistischen Wodeyar-Dynastie, wurde 1799 zum britischen Protektorat |
| Naqsch-e Dschahān | Legendärer Platz in Isfahan (Persien/Iran), seit 1590/1595 |
| Nob | Eine reiche Person oder hoher sozialer Stellung, Aristokrat; Wenn Sie eine Gruppe von Menschen als „Nobs“ bezeichnen, meinen Sie damit, dass sie reich sind oder aus einer höheren sozialen Schicht stammen als Sie selbst. |
| Ostindienkompanie | Europäische koloniale und politisch äußerst mächtige Gesellschafte(n), die seit dem 17 Jh. u.a. Handel mit Indien, Südost- und Ostasien sowie China trieben. |
| Oxbridge | Oxbridge ist ein Schachtelwort aus Oxford und Cambridge, den beiden ältesten und bekanntesten Unis in UK. Der Begriff impliziert den höheren sozialen / intellektuellen Status oder das dortige elitäre Denken und wird vorwiegend in einem kritischen oder selbstironischen Kontext verwendet. |
| Pakshee Baagh | Spieluhr, Tigervogel |
| Park Lane | Londoner Straße, die die Wohngebiete in Mayfair vom Hyde Park trennte |
| Peer | Angehöriger des britischen Hochadels |
| Phaeton | Zweiachsige, häufig sehr elegante offene Kutsche mit Verdeck, die nicht von einem Bediensteten gefahren wurde. Der Groom saß auf einer hinteren (zumeist einplätzigen) Bank. |
| Pidcock-Menagerie | Pidcock: Menagerist und Schausteller, der seit 1779 mit Tieren durch die englischen Midlands reiste, 1793 eine Menagerie am Exeter Change am Strand kaufte und dort »exotische Tiere« unter heute unvorstellbaren Bedingungen ausstellte. Im 19. Jh. wurde wegen der beschämenden Haltungsbedingungen von Ausstellungstieren 1822 der erste Tierschutzverein gegründet. |
| Posamente | aus dem französischen passement, Borte, Besatz; darunter fallen Zierbänder, Kordeln und Quasten, Volants, Litzen, gewebte Borte, Spitzen aller Art, überzogene Knöpfe |
| Prinny | Kosename seiner Freunde für den Prinzregenten, George IV, gelegentlich ironisch von anderen Untertanen |
| Prinzregent | George IV. regierte ab 1811 zuerst für seinen erkrankten Vater, Lebemann, Dandy; beim Volk wegen seiner Verschwendungssucht unbeliebt, leistete er doch Bedeutendes bei der Förderung der bildenden Künste; Namensgeber der Regency Epoche |
| Putzmacherin | Unter Putzmacherinnen verstand man im 18. und 19. Jahrhundert eine Person, die alles zum weiblichen Putz gehörige anfertigte. Später: Hutmacherin. Überschneidungen mit Galanteriewaren-Händler:innen. Unter Galanteriewaren verstand man zum Ende des 18. Jahrhunderts. |
| Raja | Fürst in Indien, siehe auch Maharadja |
| Réticule | Kleine Handtasche, meist in Beutelform (Pompadour) |
| Rock | Herrenjacke, vorn kurz geschnitten, mit langen Schößen, siehe auch: frac |
| Rose Bertin | Berühmte Putzmacherin aus Paris, hat für Marie Antoinette gearbeitet |
| Rotten Row | Wortherkunft: vermutlich von »Route du roi«, Weg des Königs durch den Hyde Park. Im Regency war es ein Orte, an denen man sehen und gesehen werden wollte. Der breite Weg führte über einen Kilometer entlang der Südseite des Hyde Parks und verband Mayfair mit Kensington Gardens. |
| Settée | Sofa, Kanapee-Sofa, Polsterbank |
| Silver Dapple | Windfarbene, Pferderasse/-Farbe, mit besonderem silbernemFarbschlag, kommt relativ häufig bei Islandpferden vor |
| Stanhope Gate | Eingangstor zum Hyde-Park, alle Tore wurden nachts abgschlossen |
| Strand, the | Straße in London |
| Stultz | Johann Stultz, einer der anerkanntesten Herrschneider der Londoner Aristokratie im Regency in London. Kunden waren Dandys wie George Brummell, und der Prinzregent, der 1822 als Georg IV. König von Großbritannien wurde. |
| Stutzer | eitel wirkender, überaus modisch gekleideter Mann (abwertend) |
| Terreur | Die Terrorherrschaft, die Schreckensherrschaft oder der Schrecken (französisch la Terreur, „der Schrecken“) war eine Periode der Französischen Revolution von Anfang Juni 1793 bis Ende Juli 1794, die durch die brutale Unterdrückung aller Personen gekennzeichnet war, die verdächtigt wurden, Gegner der Revolution zu sein. (Quelle: Wikipedia) |
| The Ring | Der Ring war ein Rundweg mitten im Hyde-Park, auf dem die Mitglieder des Ton im Kreis fuhren, um gesehen zu werden, unweit davon befang sich das Cheesecake House, das 1811 leider nicht mehr geöffnet war |
| The World of Fashion | Zeitschrift |
| Tom Cribb | englischer Weltmeister im Boxen mit bloßen Fäusten |
| Ton | »le bon ton« (le beau monde) vornehme Gesellschaft, Hochadel in UK, der Begriff wurde gegen Ende der Regency Epoche allgemein gebräuchlich |
| Toxophilite Society | Hoch angesehene Vereinigung von Bogenschützen; im Mittelpunkt standen Sport und gesellschaftliche Kontakte/Veranstaltungen, existiert noch heute |
| Tuppence | 2-Pence-Münze |
| Vere Street | In der Vere Street wurden 1810 nach der Durchsuchung eines sog. Molly House mehrere Gäste verhaftet, von denen einige wegen »Sodomie« hingerichtet wurden |
| Vereenigde Oostindische Compagnie | Die Niederländische Ostindien-Kompanie war eine Ostindien-Kompanie, zu der sich am 20. März 1602 niederländische Kaufmannskompanien zusammenschlossen, um die Konkurrenz untereinander auszuschalten. (Quelle: Wikipedia) |
| Walzer | Der Walzer wurde erst 1812 in den Almack’s Asembley Rooms in London offiziell vorgestellt, war aber den meisten Aristokraten bereits vom Kontinent bekannt. Er wurde wegen der erotischenKomponente von vielen abgelehnt – aber auch geliebt. Deshalb habe ich ihn in meiner Geschichte ein wenig früher eingeführt. |
| Watier’s | Watier’s Club, ein Gentleman/Dandy-Club in Piccadilly 81 (1807-1819) unter der Schirmherrschaft des Prince of Wales (der spätere Georg IV.) mit exzellenter Küche, in dem zu schwindelerregenden Einsätzen gespielt wurde. |
| Wilkie, David | Sir David Wilkie schottischer Maler, 1811 wurde Wilkie als Mitglied in die Royal Academy aufgenommen. König Georg IV. ernannte ihn 1823 zu seinem Hofmaler. |
| Windfarbene | siehe Silver Dapple |
| Wollstonecraft, Mary | Mary Wollstonecraft, 1759-1797, war eine englische Philosophin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin irischer Abstammung. Sie ist die Mutter der Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley |
| Zweite Glorreiche Revolution | Zweite Glorreiche Revolution |


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